Für ein Boxtraining ohne Sandsack eignet sich Schattenboxen. Beim Schattenboxen kommt es vorallem auf die perfekte ausführung der Schlagbewegung an, die einem vom einem Trainer gezeigt werden muss. Nachdem man diese gemeistert hat, kann man mehr wert auf Geschwindigkeit legen. Das schwerste ist allerdings in einen flüssigen Rhytmus zu kommen, bei dem man sich einen Kampf im Kopf vorstellt und sich perfekt bewegt. Ein gutes Werkzeug um seine boxerischen Fähigkeiten zu verbessern sind Pratzen. Pratzen sind perfekt für ein Training zu zweit. Man kann dies auch mit Boxhandschuhen machen, allerdings lassen sich mit denen die Schlagbewegungen nicht so gut abfangen und auch Haken und Schwinger können ohne Schlagpolster nur schlecht trainiert werden.
Für die Motivation ist es ein guter Anschub sich mit einem Trainingspartner zusammen zu tun und mit diesem neben dem Sparring auch Pratzentraining zu machen. Am besten sind auch bei diesem Training Rundenzeiten von 2-5 Minuten, je nachdem wie fit man ist. Der Partner gibt dem Boxer mit den Pratzen die Anweisungen wie er zu schlagen hat. Vorallem für den Jab ist es wichtig die Pratzen mit gestreckten Armen mit möglichst wenig Abstand zwischen den Pratzen zu halten, damit dort der Kopf simuliert werden kann. Es ist sicherlich sinnvoll nach einiger Zeit Konterbewegungen einzubauen, denen der aktive Boxer ausweichen muss, oder die er Abblocken muss, damit er nicht in einen Rhytmus kommt, der ihn dazu verleitet sich selbst und seinen Kopf nur unzureichend zu bewegen und selbst zu einem “Sandsack” zu werden.
Kicks können besser mit Thaipratzen trainiert werden, da diese, wie der Name schon sagt, vom Thaiboxen übernommen wurden und durch die großen Polster sicheren Halt geben und die Trittwirkung besser absorbieren.